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Die Dubrow Seit dem 18. Jahrhundert befand sich hier in der Region ein königliches Jagdgebiet. Ausgangspunkt der königlichen Jagden war das Jagdschloß in Wusterhausen. Die Dubrow war eine ausgesprochen wildreiche Region, die deshalb ausschließlich dem Landesherren vorbehalten blieb. Über längere Zeiträume in Hohenzollerschem Besitz, fiel die Dubrow im Jahr 1920 im Zuge der Fürstenabfindung (Enteignung) an den preußischen Staat. Heute gehört das Gebiet dem Land Brandenburg. Die hier in unmittelbarer Nähe liegende Försterei Frauensee mit dem angeschlossenem Waldhaus entstand vor 270 Jahren als Hegemeisterei. Damals stand hier die Wildhege im Mittelpunkt der Arbeit. Die eigentliche Försterei Dubrow entstand erst vor 102 Jahren in der Nähe des Förstersees, der damals Küchensee hieß, weil der Förster das Recht vom Landesherren hatte, seine Familie, die Bediensteten und das Gesinde mit Fisch aus diesem Gewässer zu versorgen. Der Verkauf von Fisch war ihm aber nicht erlaubt. Im Jahr 1907 fand hier in der Dubrow die letzte große Kaiserjagd statt, auf der sogar noch Rotwild zur Strecke gebracht wurde. Das Besondere an der Dubrow ist die natürliche Eichenbestockung, es ist ein Relikt früherer, nicht nur hier weit verbreiteter Eichenwälder, die aber wegen der rationelleren Holzwirtschaft in den vergangenen Jahrhunderten durch reine Kiefernforsten ersetzt wurden, daß heißt, der typische märkische Kiefernwald ist menschengemacht. Der besondere Status als herrschaftliches Jagdgebiet hat mit Sicherheit dazu beigetragen uns dieses Kleinod zu erhalten. So artenreich wie hier die Waldbestockung ist, so vielfältig sind bei uns auch die Tiere des Waldes vertreten. Die immer seltener werdenden Fledermäuse sind bei uns gleich in mehreren Arten vorhanden, wie z.B. die Wasserfledermaus, der Abendsegler, das Mausohr oder das Braune Langohr. Hier können auch noch die Ringelnatter, verschiedene Froscharten und als große Rarität die Europäische Sumpfschildkröte leben. Die alten Eichenbäume sorgen auch dafür, daß es hier noch den Hirschkäfer (größter einheimischer Käfer) gibt. In den Gewässern tummeln sich neben Karpfen auch Aale, Barsche, Zander, Rotfedern, Plötze, Welse, Hechte und weitere Schuppentiere. Der größte See innerhalb der Dubrow ist der 24 ha große Frauensee, der allerdings keinen direkten Zu- und Abfluß zur Seenkette im Teupitz-Köriser Seengebiet hat. | |||||||
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